Biologie Lernhilfe >> Genetik >> Protein-Biosynthese

1. Transkription (Prokaryonten)
  • Durch das Multikomplexenzym RNA-Transkriptase wird die Doppelhelix der DNA in 5'-3' Richtung des Code-Strangs ab einem bestimmten Promotor geöffnet (Ableserichtung wird vom Promotor angegeben).
  • Entsprechende RNA- Nukleotide lagern sich in 3'-5'-Richtung am codogenen Strang der DNA an, und werden in 5'-3'-Richtung zur m-RNA verknüpft.
  • Die entstandene m-RNA lößt sich und wandert mit 5'-Ende voran ins Cytoplasma.


2.Translation

  • Die beiden Untereinheiten der Ribosomen lagern sich an die m-RNA an, und gleiten diese in 5'-3' -Richtung entlang.
  • Die t-RNA verbindet sich durch Enzyme unter ATP -Verbrauch an die entsprechende AS
  • Es lagern sich die  t-RNA /AS- Komplexe mit den entsprechenden komplementären Basentriplets (Anticodons) an die m-RNA an, wobei die AS von den Ribosomen zu Polypetiden verknüpft werden. Da nur 50 t-RNA bekannt sind erfolgt die Bindung der dritten Base (die meist sowieso belanglos ist, erfolgt nur locker -wobble-Hypothese)
  • Ein m-RNA Faden kann von mehreren Ribosomen gleichzeitig abgelesen werden. Diese ergeben zusammen ein Polysom




3. Transkription bei Eukaryonten

  • Bei Eukoaryonten entsteht im ersten schritt der Transkription  zunächst nur die sogenannte Prä-m-RNA, die neben den Protein codierenden Sequenzen (Exons) auch noch  für das Protein belanglose Sequenzen (Introns) enthält. Welche Sequenzen Introns und Exons sind hängt dabei vom benötigten Protein ab, da oft mehrere Proteine von der gleichen Ausgangssequenz codiert werden.
  • Die Prä-m-RNA muss nun prozessiert werden, d.h. die Introns müssen entfernt werden.
    Dazuwerden die Introns der Prä-m-RNA von Schneideenzymen in Schleifen gelegt und ausgeschnitten, während die Exons zur m-RNA verknüpft werden. Dieser Prozess wird spleißen genannt.
  • Die fertige m-RNA verlässt den zellkern und wandert ins Plasma, wo die Translation stattfindet